Stell dich doch mal kurz vor...

Ich heiße Morris Guth, bin 31 Jahre alt und gebürtiger Aachener. Ich arbeite als selbstständiger Tätowierer/Illustrator und bin seit ca. 2014 dabei. Mein Schwerpunkt ist Blackwork und Black&Grey. Inspiration schöpfe ich meist aus verschiedenen Mythologien, Kunst, Illustration und der Natur. Die europäische Mythologie fasst für mich all diese Dinge zusammen und fasziniert mich in all ihren Facetten. Ich reise für mein Leben gerne und verknüpfe dies so gut es geht mit meiner Arbeit. Daher bin ich auf verschiedenen internationalen Tattoomessen vertreten. Außerdem schlägt mein Herz für Heavy Metal Musik.

AnnaG. Photography / The Sinner and the Saint Tattoo

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Morgens zeichne ich von 9 bis 11 Uhr. Anschließend fahre ich zum Studio. Mittags begrüße ich dann dort meine KundInnen. Wir besprechen den von mir erstellten Entwurf und anschließend wird dieser auf die Haut übertragen und tätowiert. Ich genieße das Beisammensein und die vielen spannenden Gespräche mit meinen KundInnen. Das Studio schließt um 20 Uhr und anschließend fahre ich heim. Zuhause geht es nach dem Abendessen nochmals an den Schreibtisch, denn einige Ideen und Zeichnungen warten nur darauf, bei guter Musik konzipiert zu werden. Irgendwann in der Nacht falle ich dann ins Bett.

Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Ich habe schon sehr früh in meiner Jugend erkannt, dass ich mich in diesen Berufszweig wunderbar einfügen könnte. Ich war wie hypnotisiert, als ich mir mein erstes Tattoo-Magazin kaufte. Die Kraft, die Tätowierungen auf mich ausstrahlten, sollten mich ab diesem Moment nie wieder loslassen. Meine Leidenschaft war schon immer ausdrucksstarke Musik und Zeichnen. Meine ersten Versuche, in der Tattoo-Welt ernsthaft Anschluss zu finden, scheiterten kläglich. So begann ich ein Studium in Kunst und Design, anschließend eine Ausbildung zum Grafiker. Danach wuchs das Verlangen nach Erfüllung mehr und mehr. Durch einen glücklichen Zufall und der netten Empfehlung eines Bekannten, bekam ich die Möglichkeit, die Ausbildung in einem Tattoo Studio zu starten.